Das Sachverständigenbüro Jena, unterstützt Sie kompetent bei der Erfüllung Ihrer Betreiberpflichten nach den Vorgaben der Trinkwasserverordnung

Gefährdungsanalyse

Bei Legionellenbefall oder sonstigen nachteiligen Veränderungen der Trinkwasserqualität

Der Betreiber der Trinkwasser-Installation (UsI – Unternehmer oder sonstiger Inhaber) hat nach aktueller Trinkwasserverordnung bei einer Kontamination mit Legionellen (Überschreitung des technischen Maßnahmenwerts von 100 KBE/100 ml)) unverzüglich auch ohne Anordnung des Gesundheitsamts tätig zu werden. Damit ist gemäß § 16, Abs. 7, Nr. 2 TrinkwV die Erstellung einer Gefährdungsanalyse obligatorisch. Zur Aufklärung der Ursachen für eine Belastung mit Bakterien muss immer eine Ortsbesichtigung durchgeführt und von fachkundigen Sachverständigen überprüft werden, ob und gegebenenfalls welche Gefährdungen für die Nutzer des Trinkwassers aus dieser Installation bestehen. Die Gefährdungsanalyse ist also ein Instrument zur Abwehr von Gesundheitsgefährdungen und keine reine Auflistung technischer Mängel.

Bei einer Gefährdungsanalyse geht es also darum, systematisch alle Gefährdungen und möglichen Ereignisse zu ermitteln, die zu einer Gesundheitsgefährdung durch verunreinigtes Trinkwasser führen können.

Die Richtlinie VDI/BTGA/ZVSHK 6023 Blatt 2 beschreibt ausführlich Ablauf, Aufbau, Inhalte und Struktur einer Gefährdungsanalyse. Die Ergebnisse der Gefährdungsanalyse müssen in Gutachtenform dokumentiert werden. Damit soll eine Basis für Beratungen zwischen dem Betreiber der Trinkwasser-Installation, dem Gesundheitsamt und weiteren an Planung, Bau oder Betrieb der Trinkwasser-Installation Beteiligten geschaffen werden. Sie muss logisch strukturiert und für alle Zielgruppen (darunter auch technische Laien in Person vieler Betreiber und Nutzer) verständlich sein und für Fachleute ein nachvollziehbares Ergebnis mit den notwendigen Erläuterungen bieten.

Dabei ist es unerheblich, ob es sich um eine ereignisorientierte (Maßnahmen- oder Grenzwertüberschreitung nach TrinkwV) oder eine systemorientierte (präventive) Gefährdungsanalyse handelt. Die Vorgehensweise ist bei beiden Varianten identisch.

Gutachten und somit auch Gefährdungsanalysen müssen durch den ausführenden Sachverständigen persönlich erstellt werden.

Über die nach TrinkwV (und allen damit verbundenen Regelwerken) geforderten Kompetenzen verfügt Andreas Glause als durch die DIN Certco zertifizierter Sachverständiger für Trinkwasserhygiene in gehobenem Maße.